Im Rahmen der Untersuchungen zu lokalen Substraten und bisherigen Verwertungswegen besuchten Vertreter des Projektkonsortiums OrgWaste2Fuel – bestehend aus der Hochschule Stralsund, der Hochschule Neubrandenburg und der Kreisverwaltung – den Lehrbauernhof der Krackower Agrar AG in Krackow (Mecklenburg-Vorpommern). Ziel des Besuchs war es, die Praktiken des Betriebs im Zusammenhang mit dem geschlossenen Kreislauf organischer Stoffe kennenzulernen und das Potenzial lokaler Substrate für Technologien zur Energie- und Stoffrückgewinnung zu bewerten.
Während des Treffens wurde die Betriebsführung im Hinblick auf den Getreideanbau und die Tierhaltung erörtert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf häufig verwendeten Substraten wie Maissilage und Gülle lag. Vertreter des Betriebs berichteten über praktische Erfahrungen hinsichtlich der Aufbereitung, Lagerung und Logistik dieser Materialien sowie über Möglichkeiten zur Verringerung von Verlusten und Kontaminationsrisiken bei gleichzeitiger Maximierung der Rohstoffausnutzung.
Ein wichtiger Programmpunkt des Besuchs war die Besichtigung der Biogasanlage der Krackower Agrar AG mit Blockheizkraftwerk. Dabei wurde der gesamte Prozess gezeigt: von der Annahme und Aufbereitung der Substrate über die methanogene Vergärung bis hin zur Erzeugung von Strom und Wärme sowie der Verwertung des Gärrests. Die Gespräche drehten sich auch um die technischen und wirtschaftlichen Aspekte der Integration der Biogasanlage in den landwirtschaftlichen Betrieb, mögliche Effizienzsteigerungen sowie Möglichkeiten zur Verwertung von Nebenprodukten im landwirtschaftlichen System.
Gemeinsam mit den Projektpartnern wurden weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit erörtert. Die Parteien bekundeten ihren Wunsch, den Erfahrungsaustausch fortzusetzen und im Rahmen künftiger Projekt- und Bildungsmaßnahmen potenziell zusammenzuarbeiten.
Wir danken der Krackower Agrar AG für die Bereitstellung des Betriebs, die fachlichen Präsentationen und die offene Diskussion. Die während des Besuchs gewonnenen praktischen Informationen und direkten Beobachtungen werden einen wertvollen Beitrag zur weiteren Arbeit des OrgWaste2Fuel-Konsortiums leisten.