Am 10. März nahm das Interreg-Projekt #OrgWaste2Fuel am Bauerntag des Bauernverbandes Uecker-Randow im Lokschuppen in Pasewalk teil. Die Veranstaltung brachte landwirtschaftliche Betriebe, Verbände und Akteure aus Politik und Beratung zusammen und bot damit eine wichtige Plattform für Austausch und Vernetzung innerhalb der regionalen Landwirtschaft und der Bioenergiebranche.
Im Verlauf des Bauerntages wurden in mehreren Beiträgen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für die Landwirtschaft auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene thematisiert. Neben dem Bericht zur Verbandsarbeit standen insbesondere aktuelle agrarpolitische Entwicklungen im Mittelpunkt. Vertreter des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern sowie des Deutschen Bauernverbandes berichteten über politische Rahmenbedingungen, die zunehmende Bedeutung europäischer Regulierung sowie über wirtschaftliche Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe, etwa durch Preisentwicklungen und Marktbedingungen. Diese Beiträge verdeutlichten, wie stark politische Entscheidungen auf EU- und Bundesebene die wirtschaftlichen Handlungsspielräume der Landwirtschaft beeinflussen.
In diesem Kontext stellte das Projekt OrgWaste2Fuel seine Ziele und Ansätze vor. Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Rolle der Landwirtschaft innerhalb der Wertschöpfungskette des Projekts. OrgWaste2Fuel verfolgt das Ziel, organische Reststoffe effizient zu nutzen und daraus nachhaltige Energieträger zu gewinnen. Landwirtschaftliche Betriebe können dabei eine wichtige Rolle spielen – sowohl als Lieferanten organischer Reststoffe als auch als Partner innerhalb regionaler Stoff- und Energiekreisläufe.
Der Bauerntag bot eine gute Gelegenheit, diese möglichen Schnittstellen zwischen Landwirtschaft und Bioenergie aufzuzeigen und mit landwirtschaftlichen Vertreterinnen und Vertretern in den Austausch zu treten. Insbesondere in den Gesprächen rund um die Veranstaltung konnten Perspektiven für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und der Biogasbranche diskutiert werden.
Im Ergebnis konnten erste neue Kontakte zur landwirtschaftlichen Praxis sowie zu Akteuren aus der Bioenergiebranche geknüpft werden.