Projektpartner
HOST - Hochschule Stralsund - Leadpartner
Das Institut für Regenerative EnergieSysteme (IRES) an der Hochschule Stralsund forscht an praxisnahen Lösungen für die Energiewende. Unser Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien, Wasserstofftechnologien und der katalytischen Methanolsynthese aus grünem Wasserstoff und biogenem CO₂.
Im Projekt OrgWaste2Fuel engagieren wir uns, weil wir überzeugt sind, dass nachhaltige Kraftstoffe eine zentrale Rolle für die zukünftige Energie- und Mobilitätswende spielen. Mit unserer Erfahrung in der Entwicklung und Kopplung von Power-to-X-Technologien wollen wir dazu beitragen, innovative Verwertungspfade für organische Reststoffe in die Anwendung zu bringen. Besonders wichtig ist für uns der Austausch mit regionalen und internationalen Partnern sowie der Transfer von Forschung in die Praxis. OrgWaste2Fuel bietet dafür den idealen Rahmen – grenzüberschreitend, anwendungsnah und zukunftsorientiert.
mele Energietechnik GmbH
mele Energietechnik GmbH ist seit vielen Jahren auf die Planung, den Bau und den Betrieb von Biogas- und Biomethananlagen spezialisiert. Wir setzen auf praxisnahe, wirtschaftlich tragfähige Lösungen zur energetischen Nutzung organischer Reststoffe.
Dem Projekt OrgWaste2Fuel haben wir uns angeschlossen, weil es genau dort ansetzt, wo wir unsere größte Stärke sehen: Reststoffe sinnvoll in Energie und Kraftstoffe umzuwandeln und diese Lösungen in die Praxis zu bringen. Besonders wichtig ist für uns der Fokus auf Biomethan als Kraftstoff und die Nutzung unvermeidbarer organischer Abfälle.
Das Projekt bietet die Chance, gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis marktfähige Anlagenkonzepte weiterzuentwickeln und Akzeptanz für diese Technologien zu schaffen. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polen entstehen zusätzliche Perspektiven für regionale Wertschöpfung und neue Märkte.
Landkreis Vorpommern-Greifswald
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist Deutschlands drittgrößter Landkreis mit 3.927 Quadratkilometern und grenzt direkt an das Nachbarland Polen. Die Lage an der polnischen Grenze bietet vielfältige Möglichkeiten für grenzüberschreitende Verflechtungen und Kooperationen.
Eine der zentralen Gestaltungsaufgaben unserer Zeit ist eine sichere, nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung. Im Rahmen des Projektes OrgWaste2Fuel kann unsere Region als Modell- und Erprobungsraum für moderne Bioenergielösungen diese Herausforderung konkret angehen. Geprägt durch Ackerbau, Forstwirtschaft und Fischerei verfügt der Landkreis über hervorragende Voraussetzungen für den Ausbau der biobasierten Wirtschaft – insbesondere in dem Bioenergiebereich. Unsere Rolle sehen wir darin, Akteure zu vernetzen, Prozesse zu begleiten und den Wissenstransfer über Verwaltungs- und Sektorengrenzen aber auch über die Landesgrenze hinweg voranzutreiben.
Wir sind überzeugt, dass genau solche grenzüberschreitenden Initiativen einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, resilienten und klimafreundlichen Zukunft leisten. Gerade die Zukunftsfähigkeit unserer Region sehen wir als übergeordnetes Ziel, um attraktiven Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum für unsere Einwohnerinnen und Einwohner zu sichern und auszubauen.
Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie
Der Lehrstuhl für Ingenieurwesen im Bereich erneuerbare Energiequellen forscht zur Gewinnung, Umwandlung und Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Die Forschung konzentriert sich auf die Konzeption und Optimierung von Energieumwandlungsprozessen. Dazu gehören die Verarbeitung von alternativer Biomasse und organischen Abfällen, anaerobe Fermentationsprozesse, die Erzeugung und Aufbereitung von Biogas sowie die Nutzung von Solar- und Windenergie und deren Integration in moderne Energiesysteme. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Verfahrenstechnik im Bereich der erneuerbaren Energien, einschließlich der Prozessmodellierung, der Verbesserung der Anlageneffizienz, u. a. durch Kraft-Wärme-Kopplungssysteme, sowie der Verringerung der Umweltauswirkungen von Energietechnologien. Im Entwurfsprozess nutzt der Lehrstuhl Techniken des Rapid Prototyping.
Die Beteiligung des Lehrstuhls an dem Projekt ergibt sich direkt aus unseren Forschungskompetenzen und fügt sich zudem in den Forschungsschwerpunkt zur Kreislaufwirtschaft und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ein. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht den Vergleich technologischer Lösungen, den Austausch von Forschungserfahrungen sowie die Entwicklung von Innovationen, die in Grenzregionen mit ähnlicher Wirtschaftsstruktur und ähnlichen Biomasse-Ressourcen umgesetzt werden können.
Województwo Zachodniopomorskie
Das Projekt OrgWaste2Fuel reagiert auf globale klimatische Herausforderungen und konzentriert sich dabei auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Energiesystemen. Sein Hauptziel ist die Verwertung organischer Abfälle, die mit anderen Methoden nicht verarbeitet werden können. Abfälle aus der Landwirtschaft, der Lebensmittelindustrie, der Forstwirtschaft und der Kommunalwirtschaft können zur Energieerzeugung für den Transport- und Logistikbereich genutzt werden.
Die Beteiligung der Woiwodschaft Westpommern an dem Projekt fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Euroregion Pomerania, den Wissensaustausch sowie die Umsetzung innovativer Lösungen in der Abfallwirtschaft. Aus Sicht der regionalen Entwicklung fördert das Projekt den Aufbau von Kompetenzen und Wissen im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Die Woiwodschaft erkennt das Investitionspotenzial von landwirtschaftlichen Biogasanlagen und modernen Systemen zur Verarbeitung von Bioabfällen. Die ergriffenen Maßnahmen zielen nicht nur auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ab, sondern auch auf die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energiequellen. Darüber hinaus wird ihre Umsetzung zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner der Region beitragen und eine gesündere und nachhaltigere Umwelt schaffen.
Hochschule Neubrandenburg
Neubrandenburg ist die Kreisstadt des Landkreises „Mecklenburgische Seenplatte“ im Südosten Mecklenburgs und mit ca. 60.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und eines von vier Oberzentren.
Die Hochschule Neubrandenburg (HS NB) wurde Ende der 1980er Jahre errichtet. Der Standort wurde ausgewählt, da Neubrandenburg der letzte Bezirk der DDR war, der keine Hochschule hatte. Zunächst als Pädagogische Hochschule gegründet änderte sich die Nutzung 1991 nach der Wende.
Aktuell hat die HS NB 4 Fachbereiche:
- Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften
- Gesundheit, Pflege, Management
- Landschaftswissenschaften und Geomatik
- Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung
Das Team der HS NB im Projekt „OrgWaste2Fuel“ ist im Studiengang Lebensmitteltechnologie angesiedelt und besteht aus:
- Prof. Dr.-Ing. Heralt Schöne
Professur für Ver- und Entsorgung, Anlagen- und Automatisierungstechnik - Ralf Reuters, M.Sc. für Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie
Langjähriger Leiter des Biogaslabors der HS NB und Lehrbeauftragter - Jan Philipp Groß, M.Sc. für Landnutzungsplanung
Prof. Dr.-Ing. Heralt Schöne und auch Ralf Reuters, M.Sc., arbeiten seit vielen Jahren in der Biogasforschung. Daher liegt die Beteiligung im Projekt nahe.
Assoziierte Partner
- Bauernverband Ostvorpommern e.V.
- Bauernverband Uecker-Randow e.V.
- Fachverband Biogas e.V.
- Hansestadt Anklam
- IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
- Instytut Technologiczno-Przyrodniczy – Państwowy Instytut Badawczy
- Powiat Wałecki
- Zachodniopomorska Izba Rolnicza
- Naturenergie Schulze GmbH & Co. KG
- Stadtwerke Prenzlau