Über das Projekt

Illustration des Kreislaufs organischer Abfälle, die zu Energie und erneuerbaren Kraftstoffen verarbeitet werden.

Priorität 1: Grenzüberschreitende Innovationspotenziale aktivieren

Priorität 1: Grenzüberschreitende Innovationspotenziale aktivieren

Angesichts der wachsenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Reduzierung der CO2-Emissionen, die sowohl Unternehmen als auch Kommunen und alle Einwohner der Europäischen Union betreffen, ist der Zugang zu sauberer Energie von entscheidender Bedeutung. Insbesondere im Verkehrssektor und bei Heizungssystemen entsprechen die derzeitigen Energieversorgungen nicht den aktuellen Klimazielen der EU.

In diesem Zusammenhang sind innovative Lösungen und erhebliche Investitionen in erneuerbare Energiequellen erforderlich, die sowohl eine Verringerung der Treibhausgasemissionen als auch eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist besonders wichtig in der Landwirtschaft, die sowohl ein bedeutender Energieverbraucher als auch eine Quelle organischer Abfälle ist. Derzeit werden organische Reststoffe wie Gülle und Mist hauptsächlich als Düngemittel verwendet. 

Ein Großteil des derzeit erzeugten Biogases stammt aus Energiepflanzen wie Mais oder anderen nachwachsenden Rohstoffen. Die Nutzung organischer Reststoffe – etwa Lebensmittelabfälle aus Haushalten und der Lebensmittelindustrie, kommunale Grünabfälle oder Klärschlamm – spielt dagegen bislang eine deutlich geringere Rolle, obwohl hier zusätzliche Potenziale für die energetische Nutzung bestehen.

Die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Akteuren auf regionaler und internationaler Ebene ist entscheidend, um diese Herausforderungen anzugehen und eine nachhaltige umweltfreundliche Energieversorgung voranzubringen.

OrgWaste2Fuel – Biomethan als Kraftstoff aus Reststoffen durch Nutzung grenzüberschreitender Innovationspotenziale.
Sechs Partner aus Wissenschaft, Industrie und Verwaltung sowie zehn assoziierte Partner aus der deutsch-polnischen Euroregion Pomerania haben sich im Rahmen des innovativen Projekts OrgWaste2Fuel zusammengeschlossen.
Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Schaffung einer grenzüberschreitenden Bioökonomie-Region, in der organische Reststoffe, die nicht anderweitig wiederverwertet werden können, systematisch gesammelt, analysiert und zu Biomethan sowie zu Folgeprodukten für nachhaltige Mobilität und Wärmeversorgung verarbeitet werden.
Zu diesem Zweck wird eine wissenschaftliche Bewertung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie innovativer Technologien durchgeführt, die den verschiedenen Akteuren der Branche in der Euroregion Pomerania neue Handlungsansätze und Optionen für klimafreundliche und zugleich kosteneffiziente Lösungen aufzeigen wird.
OrgWaste2Fuel verfolgt dabei die Vision, klimaneutrale Energieerzeugung aus organischen Reststoffen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu fördern. Gleichzeitig soll die Euroregion als Modellregion dienen, deren Ergebnisse grenzüberschreitend genutzt werden können.

Das übergeordnete Ziel besteht darin, einen möglichst umfassenden Überblick über die Biomasse-Ressourcen im Projektgebiet der Euroregion Pomerania zu gewinnen, die derzeit nicht anderweitig genutzt werden, sowie deren rechtliche und wirtschaftliche Potenziale zu bewerten. Zu diesem Zweck werden folgende Aspekte untersucht:

  • Analyse der Verfügbarkeit verschiedener Abfallströme, insbesondere landwirtschaftlicher Reststoffe und kommunaler Grünabfälle.
  • Abschätzung des Potenzials zur Energieerzeugung, mit besonderem Fokus auf Biomethan und Biomethanol, unter Berücksichtigung der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Darstellung und Bewertung von Prozessketten zur Biomethanolproduktion unter Nutzung von grünem Wasserstoff und biogenem CO₂.
  • Identifizierung wirtschaftlich geeigneter Gebiete für die Nutzung und den Transport organischer Abfälle unter Einbeziehung transnationaler Nachhaltigkeitsstandards.
Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Bereitstellung von Informationen zu innovativen Technologielösungen zur Erzeugung von Biomethan und Biomethanol aus erneuerbaren Quellen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Aspekte:
  • Information lokaler Behörden und Unternehmen, insbesondere im Agrarsektor, über neue Technologien und Verfahren zur Verwertung organischer Abfälle.
  • Untersuchung von Möglichkeiten zur Speicherung und zum Transport von Biomethan und Biomethanol aus dezentralen Quellen, um deren praktische Nutzung zu erleichtern.
  • Entwicklung von Konzepten für Anlagen an ausgewählten Standorten in der Euroregion Pomerania sowie Analyse der wirtschaftlichen Tragfähigkeit entsprechender Biokraftstoff-Wertschöpfungsketten mit Blick auf eine mögliche Übertragbarkeit auf andere Standorte.

Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, bislang ungenutzte Potenziale organischer Abfälle für die Energieerzeugung zu erschließen und geeignete technologische Lösungen zu identifizieren.

Die im Projekt durchgeführten Analysen unterstützen die Entwicklung einer ökologischen Kreislaufwirtschaft und zeigen Wege zu einer nachhaltigen Nutzung von Abfällen auf.

Durch die Kombination von Fachwissenstransfer und Schulungsmaßnahmen sollen zudem Voraussetzungen für die Umsetzung innovativer Ansätze zur Dekarbonisierung der Mobilität und der Wärmeversorgung geschaffen werden.

Ein Toolkit, das die Möglichkeiten der Nutzung organischer Reststoffe in der Euroregion Pomerania zur Herstellung erneuerbarer Brennstoffe sowie zur Erzeugung von Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen aufzeigt.

Ein technischer Leitfaden, der die Verwertung organischer Abfälle beschreibt und Empfehlungen zu deren Einsatz sowie ausgewählte Fallstudien enthält.

  1. Auf Fachwissen basierende Entscheidungen zu wirtschaftlichen Lösungen:
    Die Ergebnisse des Projekts ermöglichen fundierte Geschäftsentscheidungen zur Produktion von Biomethan und Biomethanol und fördern so eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
  1. Mehrwert für öffentliche Einrichtungen:
    Regionale öffentliche Einrichtungen können die Abfall- und Energiewirtschaft in ihren Regionen durch innovative Lösungen erheblich verbessern.
  1. Mehrwert für KMU:
    Dank neuer Technologien werden kleine und mittlere Unternehmen neue Marktchancen erhalten.
  1. Mehrwert für Abfallerzeuger:
    Andwirte und Lebensmittelverarbeitungsbetriebe werden bisherige Abfälle im Lichte neuer Verwertungsmöglichkeiten betrachten.
  1. Mehrwert für Hochschulen:
    Hochschulen und Forschungsinstitute können ihre bisherigen Forschungen zu erneuerbaren Energien und nachhaltiger Entwicklung vertiefen und gleichzeitig neue Forschungsbereiche im Bereich Biokraftstoffe erschließen.
  1. Mehrwert für lokale Behörden:
    Lokale Behörden in ländlichen Gebieten können ihre strategische Planung im Bereich Abfallwirtschaft und erneuerbare Energien erheblich verbessern.
  1. Synergieeffekte zwischen verschiedenen Interessengruppen:
    Die Einbindung verschiedener Interessengruppen fördert die langfristige Implementierung innovativer Lösungen

Das Projekt in Zahlen

Anzahl der Partner 6 Organisationen

Gesamtbudget des Projekts 1.983.340,78 (EFRE 1.586.672,61) EUR

Umsetzungszeitraum 10/2025-09/2028

Anzahl der Partner
6 Organisationen

Gesamtbudget des Projekts
1.983.340,78 (EFRE 1.586.672,61) EUR

Umsetzungszeitraum
10/2025-09/2028

OrgWaste2Fuel – strona główna
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